Tacitus
Tacitus, Publius Cornelius war ein berühmter römischer Historiker (ca 55 - 117 n. Chr.), dem wir viele Informationen über die Germanen verdanken. Er schrieb unter anderem "die Germania" . In seinen Werken "De origine et situ Germanorum" und "Historie Annales" finden sich Mitteilungen über die religiöse Welt der Germanen.
Tacitus beschrieb die Germanen als: Artrein, tapfer, freiheits- und ehrliebend, treu und sittenstreng. Er beschrieb sie tendenziell als eine Art "edle Barbaren", wohl auch um den verrohenden Römern ein Vorbild zu schaffen - denkt man an den Untergang des römischen Reiches, so hätten den Römern einige der o.g. germanischen Eigenschaften sicher gut zu Gesicht gestanden.
Zwei Zitate des Tacitus, die ich hier noch anbringen möchte:
(...) Die Germanen aber haben einen einen Carbo, einen Cassius, einen Aurelius Scaurus, sowie Servilius Caepio und Mallius Maximus geschlagen oder gefangen genommen und dem römischen Volk fünf konsularische Heere entrissen. Selbst unter Kaiser Augustus haben sie den Varus mit seinen Legionen vernichtet. (...) Noch in jüngster Zeit haben wir Siege über die Germanen mehr gefeiert, als wirklich errungen. ca. aus dem Jahr 100.
Nicht die Samniten, nicht die Karthager, nicht die Gallier, nicht die Spanier, nicht einmal die Parther haben uns so oft herausgefordert wie die Germanen: Ja gefährlicher noch als die Macht der Arsakiden ist dieses Volk mit seinem Freiheitswillen.
Soviel nur, zur gern angebrachten „christlichen Darstellung“, die Germanen wären zu diesem Zeitpunkt primitive, unterlegene Barbaren gewesen. Eher waren sie wohl die Einzigen, die dem heiligen römischen Reich trotzten...
Dieser Artikel wurde am 22.08.2001 erstellt, die letzte Änderung erfolgte am: 12.02.2006.
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